PROLOG hilft Schule in Afrika Teil 3 / PROLOG helps school in Africa, Pt. 3
Die kleine Schule hatte seit meinem letzten Besuch die Schülerzahl verdoppelt. Nun kochen schon drei Frauen für die Kinder. Zu unserem großen Bedauern kochen sie immer noch ganz „afrikanisch“ – das heißt auf drei Steinen und die Kinder müssen jeden Tag ein Stück Holz mitbringen. Wir haben vor ein paar Jahren einen wunderbaren Solarofen gekauft und hatten die Hoffnung sie würden diesen annehmen und damit kochen, um Holz zu sparen – leider ist dieses Projekt fehlgeschlagen – jedes Jahr, wenn wir nach dem Solarofen fragen, wird dieser aus der hintersten Ecke geholt, und man versucht uns zu erklären, es gäbe zu wenig Sonne. Manche Dinge brauchen in Afrika sehr lange, bis diese akzeptiert werden. Seit fast 15 Jahren können wir schon die Köchinnen bezahlen, aber an der Art und Weise zu kochen hat sich leider nichts verändert. Jedes Jahr erzählen sie uns eine andere Geschichte, und dieses Jahr war mal wieder die Begründung durch den Mangel an Sonnenlicht (!?) dran.
Wir mussten leider auch feststellen, dass die Schule in einem ausgesprochen schlechten Zustand ist. Die Deckenplatten aus Holz, die beim letzten Besuch nur durchgeregnet waren, sind in der Zwischenzeit herausgefallen, und man schaut auf das Wellblech. In der Regenzeit sitzen die Kinder mit Sicherheit im Wasser. In der ersten Klasse gab es 85 Kinder – diese hatten vielleicht 10 bis 12 Bänke, davon war noch die Hälfte kaputt. Alle anderen Kinder saßen mit ihren Heften auf dem Boden. Dieses Bild zog sich durch alle Klassenräume, weil es leider viel zu wenige Bänke und zu viele kaputte Decken gibt. Wir haben um Informationen über die Preise von Schulbänken gebeten. Vielleicht kann man ja was machen.
Seit 2009 gibt es ein College, das mit der ersten Klasse beginnt und bis zum Abitur führen wird. Der Direktor hat uns eingeladen und uns viel über seine Schule erzählt. Noch ist er dort ganz alleine, er hat nur für ein paar Stunden eine Hilfe, aber er hofft, dass er nächstes Jahr (mit zwei Klassen) vielleicht schon einen Lehrer für ein paar Stunden bekommen wird. Er zeigt uns seine Schulküche – leider noch ohne Köchin und ohne Geld fürs Essen – mit anderen Worten – die Kinder bekommen in dieser Schule kein Essen. Er hat auch eine Bibliothek erklärt er uns voller Stolz – leider hat er noch keine Bücher, erzählt er uns. Ihm fehlt auch Schulmaterial, Hefte, Bücher, Taschenrechner usw. Wir werden mal sehen, ob wir bei unserem nächsten Besuch was machen können.
Wir besuchen Ayads Oasengarten, den wir jedes Jahr mit Samen und Gartengeräten bestücken. Stolz zeigt er uns die schön angelegten Beete. Dieses Jahr müssen wir leider auf die wunderbaren Tomaten verzichten. Wir sind etwas früh, und sie sind noch nicht reif. Aber wir bekommen schöne, große Auberginen mit auf die Reise. Ayad zeigt uns auch einen Baum (Jatrophabaum), aus dem man „Diesel“ machen kann. Er hat etliche im Garten verteilt und versucht, diese entgegen allen tötlichen Wettereinflüssen zum Trotz groß zu ziehen.
Die Obstbäume, die wir vor zwei Jahren gepflanzt haben, sind leider der letzten Regenzeit zum Opfer gefallen. Der Garten stand so lange unter Wasser, dass sie es nicht überlebt haben. Auch unser dritter Versuch die Artemisia - ein Beifußgewächs zur Bekämpfung der Malaria - in diesem Gebiet anzubauen, ist leider wieder fehlgeschlagen. Vielleicht können wir es noch einmal zusammen mit der Association in Gorom-Gorom versuchen.
Als wir in der Schule waren, haben wir die Gelegenheit genutzt, um in allen Klassen Fotos von den Kindern zu machen. Es ist eine ganz schöne Galerie geworden. Aber wir haben das natürlich nicht aus ästhetischen Gründen getan: Wir wollen versuchen, für die Kinder Paten zu finden, die für ihr Schulgeld und ihren Lebensunterhalt aufkommen werden. Das wird circa 40-50 € pro Monat und Kind kosten.
Die Sozialstation wird auch in Zukunft Hilfe brauchen. Medikamente, Verbandsmaterial und Decken sind immer willkommen. Auch hierfür werden wir in Zukunft sammeln.
In der Zwischenzeit ist es uns auch gelungen, in Deutschland einen gemeinnützigen, eingetragenen Verein zu gründen, so dass wir nun auch in der Lage sind, Spendenquittungen für die Hilfe auszustellen.
A.B.I.S. Humanitäre e.V.
Bankverbindung: Sparkasse Trier 1011568
BLZ: 58550130
SWIFT: TRISDE55
IBAN: DE45585501300001011568
Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir die humanitäre Hilfe über einen afrikanischen Verein abgewickelt, konnten aber den Menschen, die uns geholfen haben, keine Spendenquittung ausstellen. Wie üblich gibt es auch jetzt wieder viel zu tun bzw. zu helfen. Die nächste Reise ist schon fast in Planung.
Als Nächstes wollen wir folgende Ziele verwirklichen:
- die Bezahlung der Köchinnen für die Grundschule und (wenn es möglich ist) auch für das neugebaute College;
- für 60 Schulbänke brauchen wir circa 2.000 €, weil wir jede Bank für 34,00 € ersetzen können;
- neuen Samen für den Oasengarten und für das Malariaprojekt;
- für mehr Mikrokredite für Frauen brauchen wir genauso Geld wie für Schulmaterial und –bücher;
- Medikamente und Decken für die Sozialstation müssen besorgt und verschickt werden.
Wenn alles gut geht, können wir im Frühjahr 2010 wieder eine Delegation nach Burkina Faso schicken und nach dem Rechten sehen lassen. Allen, die uns bisher geholfen haben und in der Zukunft helfen werden, möchten wir noch einmal unser ganz herzliches Dankeschön und das der Kinder senden. Wenn ich im nächsten Jahr wieder mit der Gruppe reisen kann, werde ich natürlich über den Fortgang der Arbeiten berichten.
Since my last visit, the small school had doubled its number of pupils. Now there are three women cooking for the children. We were a little disappointed to see them still cooking as they always have – on three large stones, heated by burning the branches and sticks that the children have to carry with them to school every day. This is despite the fact that we had donated a wonderful solar oven a few years ago. We wanted to help save wood and lighten the load of the schoolchildren – but this hasn’t worked out as planned. Every year, when we ask about the solar oven, it is dragged out from some dark corner and we are informed that there is not enough sun to power the oven. It seems that it takes a long time for some things to become accepted here. We have been paying for the cooks for the past 15 years, but when it comes to changing the methods for cooking the food, nothing has changed. Every year it is a different set of reasons why things haven’t changed and this year it was unfortunately down to a lack of sun!?!
We were also disappointed to see that the school is in a pretty run-down condition. The wooden ceilings, which were already rotted when we last visited, had since completely fallen off. We had visions of the children sitting in water during the rainy season. In the first year class the school has 85 pupils and between 10-12 benches, half of which were broken. Many of the children were sitting with their school books on the floor. We were greeted by a similar sight in every classroom – too few benches and dilapidated ceilings. We asked how much new school benches would cost. Maybe this is something we can help with.
This year ist he first year in which the school can offer a class education right the way through to high school level. The school’s director, who at the moment works alone with a few additional hours of assistance per week, told us much about his school. He hopes that next year, with two classes running, he will be able to work together with another teacher. He showed us the school’s kitchen: sadly there is no-one to cook and they have no money for food. The children have to go without food at school. The school also has a library, as the director proudly told us, but with no books. He explained to us that he lacks other necessary supplies such as exercise books, textbooks and pocket calculators. We will look at what we can provide when we next visit his school.
We then visited the Ayad’s Oasis Garden. Every year when we visit, we deliver seeds and gardening equipment. Here we were shown the beautifully arranged garden. Our only regret was that we were too early in the season to taste the wonderful tomatoes! Whether he saw our disappointment or not is unclear, but the impressively large aubergines that Ayad gave us to take on our journey more than made up for the lack of tomatoes! Ayada also showed us how he makes a form of diesel from his Jatropha trees. He has planted these trees around the garden and is working to grow them to maturity.
The fruit trees we planted last time we were here unfortunately didn’t survive the last rainy season. The garden was flooded for such a long time that the trees were unable to recover afterwards. Our third attempt at introducing Artemisia (sage brush), a plant with anti-malarial properties, to the region has also proved unsuccessful. We want to give it one more attempt, this time in Gorom-Gorom.
We took lots of photographs of each of the school classes during our visit and hope to use these to find sponsors for the children to cover their education costs. The community centre will also need help in the near future. Medicines, dressings, bandages and blankets are always welcome.
Since our visit, we also have some success in Germany to report. Our organisation has now been recognised and certified as a charitable organisation, which means that our donors are now able to benefit from tax reductions when they give us financial support.
A.B.I.S. humanitäre
Bank details: Sparkasse Trier 1011568
BLZ: 58550130
SWIFT: TRISDE55
IBAN: DE45585501300001011568
Until now, all of our humanitarian work has been carried out through an African association which was unable to provide donor receipts here in Germany. As always, we still have a great deal to do and our next trip is already at the planning stages.
Our next goals are:
• To secure payments for the cooks at the elementary school and, if possible, also at the newly established high school.
• To provide benches for the school. The children need 60 benches at a cost of €34 per bench.
• To donate seeds for the Oasis Garden and the ant-malaria project.
• To set up micro-financing for projects for local women.
• To collect money for school supplies and books.
• To supply medicines and blankets for the community centre.
We are really excited about the opportunities for humanitarian assistance in the region and welcome your financial support for these projects.
